Behandlungskonzept

Unser Behandlungskonzept erweitert die Prophylaxe nach einer Risikoanalyse mit einem enoralen 3D Scan des Zahnfleisches und (optional) online Nachkontrollen über Dental Tele-Monitoring.

  1. Risikoanalyse (auch online)
  2. Prophylaxe in der Ordination
  3. Nachkontrolle über Dental Tele-Monitoring

Laut WHO leiden etwa 80% der Bevölkerung in Europa und Nordamerika an Erkrankungen der Gingiva und des Parodontiums (Quelle: Medizinische Universität Graz). In Deutschland gibt es 11,5 Millionen parorontal schwer erkrankte Patienten. (Quelle: DG PARO). Speziell Patienten mit Implantaten sollten einen regelmäßigen Kontrollbesuch in der Ordination einplanen.  Für diese Patienten gibt es einen Ratgeber zur Vorbeugung von Mukositis und Periimplantitis (Entzündung um das Implantat).

Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie hat einen einfachen Selbsttest für das Smartphone herausgebracht, um Ihr persönliches Risiko einzuschätzen.

Selbsttest App download

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Online Risiko Einschätzung

Oft sind sich Patienten nicht bewusst dass eine Prophylaxe dringend notwendig wäre. Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben haben wir einen einfachen online Test entwickelt. Die Beantwortung der Fragen dauert nur wenige Minuten und ermöglicht es uns Ihnen eine Risikoeinschätzung per Email zuzusenden.

Diagnose in der Ordination

Eine Parodontitis beginnt mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die sich durch Rötung und Schwellung des Zahnfleischs und vor allem durch Zahnfleischbluten bemerkbar macht. Da eine Parodontitis oft ohne Schmerzen verläuft wird diese erst in einem späten Stadium diagnostiziert.

Der parodontale Screening Index (PSI) wird in unserer Ordination mit Softwareunterstützung auf dem iPad erfasst. Sie erhalten nach jeder Prophylaxesitzung einen Ausdruck des Parodontalstatus, eine Empfehlung über die beste Putztechnik und eine Übersicht über die parodontalen Veränderungen.

Bakterientest

Bei Kontrolluntersuchungen zur Überprüfung des Behandlungserfolges und zur Früherkennung von Reinfektionen setzen wir eine Markerkeimanalyse (Micro-IDent) ein. Bei Periimplantitis führt die Entzündung des Weichgewebes zu Knochenabbau und in letzter Konsequenz zur Lockerung und sogar Verlust des Implantats. Die mikrobiologische Analyse identifiziert die parodontogenen Keime zur gezielten Bekämpfung.

Behandlung in der Ordination

Unser Team arbeitet nach den Ausbildungsrichtinien für Prophylaxeassistentinnen der Medizinischen Universität Graz,  Dentalhygieneschule Graz.

Airflow Perio

Pulverwasserstrahlgeräte der ersten Generation verwendeten ein Pulver (Natriumbicarbonat) welches zu Rauigkeiten der Zahnoberfläche führte welche wiederum poliert werden mussten. Das bei uns eingesetzte neue Glycin Pulver eignet sich hervorragend dazu, Biofilm zu zerstören, ohne dass durch diese Art der Behandlung die Zahn- und Wurzeloberflächen angegriffen werden. Auch tiefere Zahntaschen können mit dem Pulverwasserstrahlgerät der neuesten Generation (Airflow Perio) behandelt werden und in den meisten Fällen gelingt es dadurch die Situation zu stabilisieren.

Ozon

Ozon tötet Bakterien zuverlässig und nebenwirkungsfrei. Die medizinische Anwendung von Tri-Sauerstoff zur systematischen Keimreduktion und Entfernung des Biofilms ist wissenschaftlich dokumentiert. In unserer Ordination wird Ozon für die Prophylaxe verwendet. Die Anwendung ist für den Patienten komfortabel, eine Überdosierung ist nicht möglich.

Nachbehandlung und Kontrolle

Dental Tele-Monitoring

Durch neueste Entwicklungen (EURODOC Telemedizin Forschungsgesellschaft) wird die 3D Oberfläche aus dem enoralen 3D Scan überlagert mit stereophotometrisch rekonstruierten Oberflächen aus Bildern von Selfies des Mobiltelephones.

Die von uns entwickelte Technologie (1) der Telekonsultation in der Mund-. Kiefer- und Gesichtschurgie wurde 2011 publiziert. Dieser Ansatz wird nun auch in der Parodontologie weitergeführt.

(1) M. Truppe, K. Schicho, H. Kawana, and R. Ewers, “Perspectives of teleconsultation in craniomaxillofacial surgery.,” J Oral Maxillofac Surg, vol. 69, no. 3, pp. 808–812, Mar. 2011.)